«Es geht um viel Emotionen
und natürlich auch ums Geld.»

Beides schwingt beim Nachfolgeprozess
permanent mit.

«Es geht um viel Emotionen
und natürlich ums Geld.»

Beides schwingt beim Nachfolgeprozess
permanent mit.

Welche Aspekte sind zu berücksichtigen?

Die Unternehmensnachfolge ist ein komplexes Vorhaben, weil viele Aspekte und Einflussfaktoren berücksichtigt werden müssen. Oft gehören die Themen, die damit verbunden sind, nicht zur unternehmerischen Kernkompetenz der Eigentümerschaft. Hier ist professionelle Unterstützung angezeigt:
Beginnen Sie sich frühzeitig um die Unternehmensnachfolge zu kümmern.
So ist Ihr Optionstrichter grösser und es ergeben sich mehr Möglichkeiten für bessere Lösungen. 

Wir unterstützen Sie gerne.

Wer sich mit der Unternehmensnachfolge beschäftigt, stösst immer wieder auf das Thema der Emotionen: ein vielschichtiges und einflussreiches Thema für die Nachfolgeregelung. Studien zeigen, dass Nachfolgelösungen oft an genau diesem Thema scheitern. Der Grund ist nicht primär die fehlende Empathie oder das Umfeld der Eigentümerschaft. Vielmehr liegt es daran, dass sich unternehmerisch Tätige auch nach der Übergabe als Unternehmerpersönlichkeiten verstehen und deshalb die Nachfolge nicht abschliessen können und wollen.

Im Menupunkt Wissen haben wir diesem Thema einen ganzen Beitrag gewidmet, inkl. Tipps zum Downloaden.

Die Variantenwahl hat einen grossen Einfluss bei der Gewichtung und Beurteilung aller anderen Aspekte der Unternehmensnachfolge, insbesondere, ob eine nahestehende Person oder eine aussenstehende Drittperson nachfolgt.

Die wichtigsten Optionen für ein KMU:

  • Familieninterne Nachfolge – Family-Buy-out (FBO)
  • Familienexterne Nachfolge
    • Bestehendes Führungspersonal – Management-Buy-out (MBO)
    • Aussenstehendes Führungspersonal – Management-Buy-in (MBI)
    • Verkauf an aussenstehende Dritte – strategischer oder Finanzinvestor
  • Liquidation (Aufgabe, falls keine Nachfolge gefunden wird)

Wichtig: Halten Sie immer einen Plan B bereit, falls die gewählte Variante gegen alle Erwartungen nicht umgesetzt werden kann.

Zentral für die Lösungsfindung sind die Ziele, die Sie mit der Nachfolgeregelung verfolgen. Meistens ist es eine Kombination von Zielen.

Beispiele möglicher Ziele:

  • Wahl der Nachfolgevariante
  • Erhalt der Selbständigkeit der Firma
  • Langfristiger Erhalt der Firma
  • Erhalt der Arbeitsplätze
  • Maximaler Verkaufspreis
  • usw.

Wie nachfolgefähig ein Unternehmen ist, hängt von vielen Faktoren ab. Je nach Situation kann es sinnvoll sein, die Firma vor der Übergabe fit oder zumindest fitter für die Nachfolge zu machen.

Einflussfaktoren:

  • Eigentümerunabhängigkeit: Was passiert beim Ausfall des Chefs, wenn er nicht mehr da ist?
  • Sind nicht betriebsnotwendige Aktiven/Passiven vorhanden (z. B. Immobilien, liquide Mittel, Beteiligungen, Darlehen usw.)?
  • Besteht ein Investitionsstau?
    • Qualität der Infrastruktur (Maschinen, Informatik usw.)
    • Berichtswesen, Reporting
    • Prozesse, Strukturen
  • Klumpenrisiken (Mitarbeitende, Kundschaft, Liefernde usw.)
  • Andere Risiken (vertragliche Verpflichtungen, Rechtsstreitigkeiten, steuerliche Risiken)
  • Zukunftsaussichten (Konjunktur, Branche, Firma, Standort, Auftragslage)
  • USP, Alleinstellungsmerkmale, Marketing
  • Vision und Businessplan vorhanden?
  • Etabliertes Management, Personal-Zusammensetzung, Zufriedenheit, Lohnstruktur

Hier gilt es folgende Teilaspekte zu berücksichtigen:

  • Loslassen können, dürfen und wollen
  • Emotionen sind wichtig (in 80 % der Fälle verantwortlich für Probleme bei der Unternehmensnachfolge)
  • Aspekte
    • Sicherheit
    • Materielle Absicherung
    • Zugehörigkeit
    • Anerkennung, Statusverlust
    • Selbstbestimmung
  • Finanzielle Situation / Anteil Firma am Privatvermögen
  • Private Vorsorge (finanzielle Situation danach), Abhängigkeit vom Transaktionspreis
  • Nutzen steuerfreundlicher Möglichkeiten der Vermögensentnahme (PK, Säule 3a)
  • Beschäftigung und Lebensinhalte nach der Übergabe

Speziell bei einer familieninternen Nachfolgeregelung müssen die folgenden Punkte geprüft werden:

  • Erfahrungen
  • Fachliche Kompetenzen
  • Persönlichkeit
  • Führungskompetenzen
  • Finanzielle Situation
  • Familiensituation und Umfeld

Grundsätzlich gibt es nie einen einzigen richtigen Unternehmenswert: Die Bewertung ist abhängig vom Bewertungszweck und -ziel, von der Bewertungsmethode und von der Beurteilung durch den Bewertungsexperten. Der ermittelte Unternehmenswert bewegt sich meist innerhalb einer grossen Bandbreite und kann erheblich vom Transaktionspreis abweichen, der wiederum auch von der Verhandlungsposition abhängt.

Einflussfaktoren

  • Nachfolgevariante
  • Nachfolgefähigkeit der Firma
  • Bewertungszweck/-ziel
  • Beurteilung durch Bewertungsexperten
  • Ertragskraft: neue Eigentümerschaft ist grundsätzlich an Zukunft und Ertragskraft interessiert
  • Bewertungsmethoden (Substanzwert, Ertragswert, Praktikermethode, DCF, Multiples)
  • Bilanzstruktur, betrieblich notwendige / nicht notwendige Mittel
  • Minderheitsbeteiligung, kleines Unternehmen
  • Steuerliche Aspekte
  • Finanzierbarkeit

Da nachfolgende Personen meist nicht über genügend Eigenmittel verfügen, müssen andere Finanzierungsquellen erschlossen werden. Die finanziellen Möglichkeiten der neuen Eigentümerschaft sind oft ein Ausschlusskriterium und haben Auswirkungen auf den angestrebten oder erzielten Transaktionspreis. Um keine Überraschungen zu erleben, sollte die Finanzierung auch hinsichtlich steuerlicher Aspekte geprüft werden.

Mögliche Finanzierungsquellen:

  • Eigenmittel der neuen Eigentümerschaft
  • Darlehen von Dritten (Nahestehende)
  • Verkäuferdarlehen
  • Bankenfinanzierung
  • Earn-out
  • Kauf via Akquisitionsholding

Jede Unternehmensnachfolge muss auch steuerlich geprüft werden. Um keine Überraschungen zu erleben, müssen die steuerlichen Konsequenzen der Transaktion individuell analysiert und ihre Auswirkungen für Eigentümerschaft und Nachfolge aufgezeigt werden. Oft ist ein Steuer-Ruling empfehlenswert oder sogar ein Muss.

Steuerliche Teilaspekte/Einflussfaktoren:

  • Perspektive Eigentümerschaft / Nachfolgende
  • Asset Deal (z. B. Einzelfirma, privilegierte Liquidationsbesteuerung) oder Share Deal
  • Verkauf an aussenstehende Dritte oder Nahestehende
  • Stille Reserven und latente Steuern
  • Firma steuerfreundlich leichter machen
  • Umwandlung Personengesellschaft in Kapitalgesellschaft
  • Steuerfreier Kapitalgewinn, indirekte Teilliquidation / Transponierung
  • Steuerfolgen, falls Immobilien involviert
  • Akquisitionsholding
  • Problematik Mantelhandel und Erbenholding
  • Steuerliche Beurteilung von Verkäuferdarlehen
  • Mögliche Folgen der Weiterbeschäftigung der Eigentümerschaft
  • Mitarbeiterbeteiligunge
  • Mehrwertsteuer
  • und vieles mehr

Hierbei geht es um folgende Themen:

  • Ehe- und Erbrecht (z. B. Pflichtteilverletzung, Wertanrechnung u. v. m., vor allem bei FBO, Nachlassregelung)
  • Aktienkaufvertrag (Bestandteile, Sicherungen Käufer / Verkäufer)
  • Aktionärbindungsvertrag
  • Abwicklung der Transaktion (Absichtserklärung, Due Diligence, Verträge, Vollzug)
  • Vorsorgeauftrag

Hierbei geht es um folgende Themen:
Sind alle Aspekte geprüft und eine konsistente Lösung gefunden, geht es bei der Transaktion um den eigentlichen Akt der Firmenübergabe. Diese muss im Detail geplant und professionell durchgeführt werden. Falls richtig vorbereitet und umgesetzt, können Sie den Champagner bereitstellen

Die Planung und die Umsetzung des Projekts Nachfolgeregelung werden meist unterschätzt und sollten extern vergeben werden. In Ihrer leitenden Position sind Sie normalerweise mit dem operativen Geschäft derart ausgelastet, dass für diese wichtige Aufgabe zu wenig Zeit bleibt. Die Gesamtdurchlaufzeit kann Jahre in Anspruch nehmen.

Starten Sie rechtzeitig – je früher, desto besser.

Projektaspekte:

  • Projekt starten (Auslegeordnung, Projektinitiierung)
  • Projekt umsetzen / am Laufen halten
    • Lösungserarbeitung unter Berücksichtigung aller Aspekte
    • Beizug und Koordination von Spezialisten, falls angezeigt
    • Käufersuche, falls Variante des Verkaufs an Dritte gewählt
    • Projektdokumentation, Projektreporting, Projektplanung
    • Projektkommunikation
    • Projektkostenkontrolle
  • Projekt über Ziellinie bringen
  • Immer einen Plan B haben, um nicht unerwartet wieder von vorne starten zu müssen